• Désirée

50 Jahre Frauenstimmrecht – eine Chance damals sowie heute!

Seit 50 Jahren dürfen Frauen in der Schweiz abstimmen. Seitdem wurden grosse Fortschritte im Bereich weiblicher Emanzipation und Unabhängigkeit erreicht. Frauen sind heute nicht nur Mütter und Ehefrauen, sondern auch Wissenschaftlerinnen, Forscherinnen, Sportlerinnen, Unternehmerinnen und vieles mehr. Frauen haben heute die Möglichkeit sich ihr Leben und ihre berufliche Karriere selber auszusuchen und damit haben sich auch ihre Bedürfnisse stark verändert.


Wenn Sie jetzt bis hierher gelesen haben und denken ‘oh mein Gott, wieder so ein Feminismus Blog...’ dann bitte ich Sie, sofern Sie sich für steigenden Umsatz und nachhaltiges Unternehmertum interessieren, über Ihren Schatten zu springen und weiter zu lesen. Denn Frauen spielen hier eine entscheidende Rolle.


Wo also steht die moderne Frau heute? Was sind ihre Wünsche und Bedürfnisse? Und folglich wie können nun Unternehmen von dieser Veränderung profitieren? Diese Fragen möchten wir in diesem Beitrag beantworten.


Wir werden aufzeigen, wie Frauen eine wichtige Rolle für Unternehmen darstellen. Sowohl als Kunden wie auch als Mitarbeiter, die keineswegs unterschätzt werden sollten.


Am Ende des Beitrags werfen wir einen Blick, auf die wichtigsten Meilensteine der Frauenemanzipation in der Schweiz.


Viel Spass und Inspiration beim Lesen!


Die moderne Frau

Die Geschichte macht es deutlich: Im Laufe der Zeit sind die Frauen unabhängiger geworden und nehmen ihre Karriere zunehmend selber in die Hand. Die moderne Frau, ist eine freie Frau mit einer starken beruflichen Identität, welche über sich und ihr Leben selber entscheidet.


Frauen absolvieren heute öfter als früher eine höhere Berufsausbildung - über 50% der Studierenden sind heute Frauen. Dies ist ein Schritt, welcher mit der Generation der 1950er Jahre begonnen hat, als Frauen zum ersten Mal die Möglichkeit bekamen, eine Ausbildung zu absolvieren. Gemäss einer Studie von Watson starten immer mehr Frauen eine Ausbildung auf Tertiärstufe und besuchen auch immer mehr Studienfächer, die bisher eher als Männer-domaine angesehen wurden. Die geschlechtsspezifische Berufs- und Studienfachwahl hat sich somit in den vergangenen zwei Jahrzehnten aufgeweicht.


Ausserdem ist es heute einfacher denn je, den Weg der Selbstständigkeit zu wählen und das eigene Start-Up zu gründen. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung Unabhängigkeit und Selbstbestimmung, weil Frauen ihre eigene Karriere aufbauen und ihrer persönlichen Leidenschaft folgen können.


Frauen: Heute das grösstes Potenzial für Unternehmen

Unterschätzen Sie nicht das Potenzial der Frau als Wirtschaftstreiber.


In ihrer letzten Studie "Women, Work and Wealth" zeigt S&P Global, dass die finanzielle Zukunft wirklich weiblich ist - und dass Frauen zunehmend eine Marktkraft sind, die die wirtschaftlichen Trends weltweit mitgestaltet.


Tatsächlich kontrollieren Frauen Weltweit etwa 20 Billionen US-Dollar an jährlichen Konsumausgaben, welche in den nächsten fünf Jahren sogar auf 28 Billionen US-Dollar Dollar steigen könnte. Insgesamt stellen Frauen einen Wachstumsmarkt dar, der mehr als doppelt so gross ist wie China und Indien zusammen. Deshalb wird der Markt ‘Frau’ auch als der grösste Wachstumsmarkt bezeichnet.


Ein Artikel vom Handelsblatt behauptet, dass rund 80% der Kaufentscheide von Frauen getroffen werden. Es ist daher die logische Schlussfolgerung, dass immer mehr Unternehmen diese Zielgruppe ansprechen sollten oder müssen.


Angesichts dieser Zahlen wäre es unsinnig, den weiblichen Konsumenten zu ignorieren oder zu unterschätzen. Jedoch tun viele Unternehmen genau das. Frauen werden leider immer noch in verschiedenen Branchen ignoriert.


Warum gelingt es uns immer noch nicht, in einem Marktumfeld, wo jeder Verkauf zählt, Frauen richtig anzusprechen? – Etta Pearce, CEO of Autotrader's Dealer Auction

Trotz den bemerkenswerten Fortschritten bei der Marktmacht und der gesellschaftlichen Position, scheinen Frauen als Kundinnen immer noch unterbewertet und am Arbeitsplatz unterschätzt zu werden. Zu viele Unternehmen verhalten sich so, als hätten Frauen keine Kaufkraft.


Dies kann für Unternehmen nur schädlich sein, da diese die Bedürfnisse ihrer Kundinnen nicht erkennen und was wiederum zu geringem Vertrauen und schlechter Kundenbeziehung führt.


Die neuen Kraftverhältnisse spiegeln sich leider auch in der Werbung noch nicht wider: Mehr als die Hälfte der Werbung richtet sich an Männer, welche auch mehrheitlich als Produktenentwickler tätig sind. Leider gibt es immer noch geschlechtsspezifische Vorurteile, die fortschreitende Veränderungen in Richtung Gleichberechtigung behindern. Diese beziehen sich oft auf das vergangene Bild der Frau: Die Frau ist Mutter, verantwortlich für das Haus und die Familie, und weniger ‘wichtig’ als der Mann.


Die nächsten Schritte...

Wir befinden uns im Jahr 2021. Wir haben einen langen Weg zur Ermächtigung der Frau zurückgelegt. Aber es ist immer noch erschreckend zu sehen, welche Geschlechterungleichheiten in unserer Gesellschaft herrschen.

Viele Unternehmen tappen auch heute noch in die Falle der geschlechtsspezifischen Vorurteile, die es in unserer Gesellschaft immer noch gibt. Zu verstehen, was die moderne Frau von heute braucht, anstatt dies einfach nur anzunehmen, ist entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens und der Schlüssel zu einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Anbieter und Kundin. Auf diese Weise lernt man die Bedürfnisse der Kundschaft besser kennen und kann so ein personalisiertes Kundenerlebnis bieten.


Vermögende Privatpersonen brauchen ähnliche Lösungen, die sich im Allgemeinen nicht nach Geschlecht unterscheiden. Es ist die Art und Weise, wie wir mit Frauen umgehen, die den Unterschied ausmacht. - Marice Brown, Head of Mexico, J.P. Morgan Private Bank, Mexico

Nicht nur als Kundin, sondern auch am Arbeitsplatz bringen Frauen ein hohes Potenzial mit. Mehrere Studien haben immer wieder gezeigt, dass gemischte Teams erfolgreicher sind. Vielfalt bedeutet eine breitere Problemlösungskompetenz, relevantere Innovationen und einen besseren Umgang mit Risiken. Unternehmen, die von gemischten Teams geführt werden, sind profitabler. Vielfalt in der Führung ist ein Indikator für nachhaltige Unternehmen und tragen damit zu einer gesunden Volkswirtschaft bei.


Wenn wir in die Zukunft blicken, sind dies für uns die nächsten Schritte, die in Richtung einer gleichberechtigteren Gesellschaft unternommen werden müssen: Sich der geschlechtsspezifischen Vorurteile bewusst sein und Gleichbehandlung von Männern und Frauen nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch als Kunde und Kundin sicherstellen.


Bereit für die Zukunft? Start Now!




Noch nicht so wirklich, oder zu wenig Zeit? Wir können helfen 😉



Ein Rückblick in die Vergangenheit...



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